08471.backspin: nora wagener.

prosakritik, erklärung der -menschenliebe- nora wageners

wahrscheinlich kein vielgelesenes buch. aber was soll das: als auftakt einer (würdigung)? nein. also nochmal.

wahrscheinlich ein deutlich zu wenig gelesenes buch. habe ich mir gedacht beim (lesen.) warum zum teuffel…; warum jetzt überhaupt einmal eine (kritik)? an -dem- ort? nu. ich bleibe in der primäre (habe ich so gedacht) und versuche ernsthaft, die (lesung) dieser autorin zu befördern. (über -advert rules- machich mir erstmal keine gedanken. jeder selbst schuld, wenn er, nachdem man ja überall kostenlos reinlesen kann, unzufrieden ist. die eröffnung hält alles ein.)

eigentlich wollte ich auch nur zwei zitate bringen:

„Alela würde das sowieso nicht auffallen, die glaubt bis in den Zahnschmelz ihrer Seele an das Gute im Menschen.”

und:

„Sie ist wieder in die Küche verschwunden. Alte Leute verschwinden dauernd in Küchen.”

Damit sind die zwei nebenfiguren, die kleine schwester und die oma, welche die gedanken der protagonistin die zeit über (ich will jetzt nicht das falsche verb verwenden: die hauptfigur -denkt- zwar viel so durch die gegend, aber eben echt -durch die gegend-, ohne irgendeine selbstbezogene affirmative teelichterne rauchverhangene/ weinschwangere (note), sondern sehr sehr, unterhaltsam. lustig.) (unterhalten also) beschrieben. sie unterhält sich eigentlich die ganze zeit mit den beiden aber eben mehr mit sich selbst. was, weil diese (figuren, ohne neben-) ein (im deutschen fehlt da ein weiteres wort für witziges) bild abgeben, über das -ich- mich jdfs. in der ubahn regelmäszig kaputtlache. das mein ernst. frau wagener produziert einen film im kopf mit allem was dazugehört; klamotten, einrichtung, straszen, -gewächse der natur und deren stimmungen-, nebst gebäck und musik. man sitzt dauernd in ihrem (kopfkinowasfüreinscheiszwort…) und das einzig verwunderliche ist nur, warum die protagonistin sich nicht die ganze zeit über ihre schwester und oma beömmelt. oder doch: sie tut es ja. nur eben in einer echt schrägen schroffen zynischen art, die ausgewachsenen, reifen humor (den man der jungen autorin damit zugestehen musz) zeichnet. die distanz der hauptfigur ist dann auch das moment, das diese (ferien auf dem lande) insgesamt total surreal erscheinen läszt; wenn die beiden (clowns eben) ihren komischen film schieben und E. teilnahmslos-autistisch sich dabei (aufnimmt) wie sie ihnen nahe sein will und es irgendwie nicht schafft. jdfs. bis dato. da bin ich, es ist ein -zu- kurzes buch, aber zuhause ist immer selber
(gelesen:) PRIMÄRE.

die zitate sind entnommen aus: – Menschenliebe und Vogel, schrei – von Nora Wagener; Op der Lay 166, hrsg. von Robert Gollo Steffen; (2011)


*lxmbg: wir standen in weiszen anzügen und ich, gelb, gegen einen rotgurt, wog nichtmal 60 kilo. aber so sind die regeln…

*das letzte packens wieder ein, in die kalte glut…

*is nur so, dasz das hier dann piept… und dann (häh?) wär papier doch schön…


9206. mai16 lcb: si tu le recu/trouvais… plus ambience ici. soir sombre…

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